Koalas, Canberra und die Suche nach der Sonne

Paynesville, Victoria, Australien

Wie ihr vielleicht auf unserer Travelmap sehen konntet, sind wir ein gutes Stück weiter im Süden. Melbourne liegt nicht mehr weit entfernt, dafür scheint die Sonne immer weiter entfernt zu liegen. Aber dazu später mehr.

Seit unserem letzten Update haben wir viel erlebt. Angefangen mit unserem Besuch bei Patrick und Jessica in Sydney.
Die beiden haben uns zu sich eingeladen um beim gemeinsamen Abendessen über Gesehenes und Erlebtes zu reden. Danke nochmals dafür, es war ausserordentlich spannend von zwei temporär ausgewanderten Schweizern etwas über Australien zu erfahren!

Sydney

Da wir uns über die Festtage und bis ins neue Jahr in Sydney aufhalten werden, haben wir bewusst nichts besucht. Deshalb gibt es nichts über Sydney zu berichten. Noch nichts.

Royal National Park

Am morgen nach unserem Besuch sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Dabei haben wir den wunderschönen Royal Nationalpark durchquert und ein paar tolle Orte gesehen.


Leider hat uns am frühen Nachmittag das Wetter im Stich gelassen. Es braute sich ein sommerliches Gewitter am Himmel zusammen und wir beschlossen unsere Nationalpark Erkundungs-Tour abzubrechen und weiterzufahren. Die Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Campingplatz in Kiama. Etwa 2 Autostunden südlich von Sydney.

Jervis Bay

Kartenausschnitt von Jervis Bay

Jervis Bay ist bekannt für seine weissen Sandstrände und das türkisblaue Wasser. Tatsächlich ist dies einer der schönsten Orte, die wir hier in Australien besucht haben. Die vielen kleinen und grösseren Sandstrände entlang der Bucht laden zum entspannten Baden ein. Dies ist, untypisch für Australien, hier sehr sicher.
Die Sandstrände sind sauber und die gefährlichen Meeresbewohner halten sich hier kaum auf. Dabei ist nicht nur von Haien die Rede. Nein, Australien hat durchaus andere Meeresbewohner zu bieten, bei denen eine Begegnung mit dem Menschen, für genau diesen, tödlich enden kann. Verschiedene Quallen, darunter die berüchtigte Würfelqualle, sind fleissige Besucher zahlreicher Strände im nördlichen Australien.
Mehr zu diesem Thema findet ihr hier.


Wir haben uns für zwei Tage auf einem Campingplatz in Bream Beach einquartiert. Auf diesem Campingplatz tummeln sich, vor allem Abends, viele Kängurus und Possums.

Batemans Bay

In Batemans Bay wurde uns erstmals während unserer Fahrt gen Süden bewusst, das wir in den Süden fahren. Es wurde zunehmend kälter. So wurden aus den anfänglichen 32 Grad bei Cairns, hier nur noch 24 Grad. Gepaart mit Wassertemperaturen von etwa 20 Grad, war uns ab hier nicht mehr zum Baden zumute. Ausserdem hat uns mittlerweile die Sonne endgültig verlassen und ein rauer, frischer Wind ist aufgezogen. Richtig ungemütliches Herbstwetter. Wohlgemerkt, hier beginnt gerade der Sommer.

Obwohl in diversen Reiseblogs ausführlich beschrieben wird, warum Canberra nicht sehenswert sein soll, haben wir nun doch beschlossen, ebendieses zu besuchen. Die naheliegende Route führt von Batemans Bay über den Kings Highway nach Canberra. Angrenzende Buschfeuer gepaart mit Brückensanierungsarbeiten haben diesen Highway jedoch unpassierbar gemacht. So mussten wir den langen Weg aussen rum. Aus ursprünglich zweieinhalb Stunden, wurden rund 5 Stunden. Da wir dies nicht in einem Stück fahren wollten, haben wir eine Nacht in Bega verbracht. Der spontane Umweg hat uns an ein paar netten Orten vorbeigeführt. Aber seht selbst.


Canberra

Canberra. Bekannt als Hauptstadt und achtgrösste Stadt Australiens. Gebaut 1913 und Hauptstadt seit 1927. Dies ist übrigens eine lustige Geschichte.
Manch einer fragt sich, weshalb nicht Sydney oder Melbourne zur Hauptstadt gewählt wurde? Sind diese doch viel grösser und bekannter.

Genau darin lag auch das Problem. Beide dieser Städte beanspruchten den Status als Hauptstadt für sich und keine der beiden hätte den anderen als Hauptstadt akzeptiert. So ist man einen Kompromiss eingegangen und hat eigens eine Stadt als Hauptstadt kreiert. Voila, Canberra ist geboren.

Die Stadt wirkte auf uns etwas unterbesiedelt und verlassen. Trotz dieses Eindrucks, wohnen hier rund 350’000 Einwohner. Also etwas mehr als in Zürich.


Nichts desto trotz, oder gerade deswegen, lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt durchaus. Wir haben die Stadt, und ein paar seiner Sehenswürdigkeiten besucht und würden sie durchaus für einen Besuch empfehlen. Besonders Sehenswert ist unserer Ansicht nach, das War Memorial. Dieses beherbergt die grösste uns bekannte Sammlung an Kriegsmaterialen. Wir waren schon in einigen Kriegsmuseen, darunter London und Berlin, doch was die Australier in Canberra ausgestellt haben, übertrifft alles bei weitem.

Wir hätten ebenfalls nicht erwartet, dass es in Canberra im Dezember eisig kalt werden kann. So verbrachten wir unsere Nacht im Camper bei 7 Grad Aussentemperatur. Darauf waren wir nun wirklich nicht vorbereitet.

Jindabyne und Kosciuszko NP

Liegt angrenzend zum Kosciuszko Nationalpark am gleichnamigen See. Wir haben uns hier für einen Zwischenstopp aufgehalten, um den Kosciuszko Nationalpark zu durchqueren. Die Temperaturen haben uns, zumindest was unsere Übernachtung im Camper anbelangt, zum kapitulieren gebracht. Bei 11 Grad Aussentemperatur tagsüber und 2 Grad Nachts, haben wir uns ein günstiges, aber sehr schönes Motel gegönnt.


Im Nationalpark hat es am höchsten, befahrbaren Punkt (1700 m.ü.M.), sogar geschneit. Wir haben in einmal durchquert und sind anschliessend über eine 200km lange Kiesstrasse wieder zurück zur Küste gefahren.

Lakes Entrance

Aussicht über Lakes Entrance

Die Australier selbst, bezeichnen diesen Ort als Venedig Australiens. Im Gegensatz zu uns, waren sie offenbar noch nie in Venedig. Diese kleine Stadt am Meer, hat unserer Meinung nach, nichts mit Venedig gemeinsam. Naja, abgesehen davon, dass beide Städte am Meer liegen. Trotzdem lohnt es sich, hier einen kurzen Halt einzuplanen.

Paynesville

Ja hier gibt es sie. Die wilden Koalas Australiens. Wir konnten bei einem Tagesausflug auf die kleine Raymond Island etliche davon sehen. Ganz Koala-typisch, hingen alle in ihren Bäumen und dösen gemütlich vor sich hin. Raymond Island liegt genau vor dem kleinen Ort Paynesville und ist, mit einer für Fussgänger kostenlosen Fähre, in 2 Minuten erreicht. Der kleine Ort überzeugt mit Charme und einem hervorragenden Campingplatz.




Nun sind es noch zwei Wochen, bis wir uns von unserem Camper verabschieden müssen. Wir werden diesen am 20. Dezember in Melbourne abgeben und uns dann die Great Ocean Road anschauen, bevor wir anschliessend nach Sydney fliegen.

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